Nach mir die Ginflut!

Hendrick’s Gin

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Hendrick's Gin im Test
7.8
Dauerbrenner!
  • Design 8
  • Wacholdernote 7
  • Florale Noten 9
  • Zitrusnoten 8
  • Fruchtige Noten 8
  • Schärfe 7

Aus Schottland in die Bars der Welt – Mit dem Hendrick’s Gin hat in den letzten Jahren eine außergewöhnliche Spirituose viele Gin-Herzen erobert. Die Geschichte des Hendrick’s Gins began im Jahr 1999, auch wenn das Label mit dem Aufdruck “Est 1886” etwas anderes vermuten lässt. Ein Blick auf die Herkunft des Gins gibt Aufschluss.

Vorstellung und Herkunft

Mit der Gründungsidee im Jahr 1886 drehte sich in der William Grant & Sons Destillerie im schottischen Dufftown fast ein Jahrhundert lang als um hochwertigen Whisky. Mit der Destillation des ersten eigenen Gins war der Hendrick’s Gin im Jahr 1999 geboren und hat seither Einzug in unzählige Bars und Ginsammlungen gefunden.

Die Entstehungsgeschichte des im Familienunternehmen William Grants & Sons hergestellten Gins ist maßgeblich für den Geschmack des Gins. Der Ursprung für den Hendrick’s Gin soll zurückgehen auf einen Besuch des Whisky Brenners David Stewart bei der Enkelin des Destilleriegründers. Bei Gurkensandwhich und Gin Tonic in deren Rosengarten sollen die beiden gemeinsame auf die Idee gekommen sein einen außergewöhnlichen Gin mit Aromen von Gurke und Rose zu entwickeln – ein echter Rosenkavalier!

First Impression und Flaschendesign

Das Flaschendesign ist simpel und zugleich einprägsam mit einem hohen optischen Wiedererkennungswert. Die nostalgisch anmutende Flaschenform- und Farbe erinnert an eine Apothekerflasche aus alten Zeiten. Die Flasche aus dunkelbraun gefärbtem Glas wird verschlossen mit einem Korkstopfen und macht schon das Öffnen zu einem echten Erlebnis.

Das liebevoll gestaltete Etikett im viktorianischen Stil kommt durch das ansonsten schlichte Flaschendesign deutlich zur Geltung. Es wird geziert von feinen Illustrationen und dezenten Hinweisen auf die “Hand-Craft”-Herstellung in kleinen Chargen (engl. small batches). Erhältlich ist der Hendrick’s in der handlichen 0,7 Liter Flasche oder mit 1,0 Liter Füllmenge. Zudem findet sich hier der Hinweise auf satte 44% Alkoholgehalt.

Passende Tonics zum Hendrick’s Gin

Gerade weil der Hendrick’s Gin geschmacklich eine so außergewöhnlich intensive Richtung einschlägt, stellt sich die Frage nach dem passenden Tonic so sehr wie wohl bei keinem anderen Gin.

Welches Tonic Water zum Hendrick’s Gin?

Grundsätzlich zeigt sich der Hendrick’s Gin in Kombination mit Tonic und Gurke in seiner Königsdisziplin. Die vollmundigen Aromen kommen im Gin Tonic ausgewogen zur Geltung – wenn das Tonic den Gin nicht zurückdrängt. Daher empfehlen sich eher milde Dry Tonics, die dem Gin mit ihrer Zurückhaltung schmeicheln. Aus dem Hause Fever Tree eignet sich da das Mediterranean Tonic. Leichte Geschmacksnoten von Blüten, Früchten und Kräutern wie dem mediterranen Zitronenthymian und Rosmarin ergänzen die Essenzen von Gurke und Rosenblüten des Hendrick’s Gin hervorragend.

Aber auch der Klassiker unter den Tonics, das Schweppes Dry Tonic performt gemeinsam mit den Hendrick’s recht ordentlich. Die leichte Süße des Tonics und natürliche Aromen von Zitrone, Orange und Grapefuit sorgen für ein frisch-fruchtiges Zusammenspiel.

Wie wird Hendrick’s Gin serviert?

Neben dem wohl bekanntesten Auftritt des schottischen Hendrick’s in Form des Longdrinks Gin Tonic mit klassischer Gurkengarnitur, kann der Hendrick’s auch als Cocktail punkten. Vor allem als Gin Mule in Kombination mit Gurke, Limettensaft und Gingerbeer überzeugt der Schotte.

Unser Hendrick’s Gin Perfect-Serve

  • 5 cl Hendrick’s Gin
  • 15 cl Fever Tree Mediterranean Tonic
  • 4 dünne Gurkenscheiben
  • 3 Eiswürfel
  • im stilvollen Longdrinkglas mit Kristallschliff

Gin Wiki: Facts und Wissenswertes

Was macht den Hendrick’s Gin nun so besonders?

Schon der Ursprung des Gins ist außergewöhnlich. Die für exzellente Single Malts bekannte Brennerei Girvan des Familienunternehmens William Grant & Sons entschied sich im Jahr 1999 mit dem Hendrick’s die Welt des Gins im Sturm zu erobern.

Neben der erlesenen Auswahl von elf Botanicals, leistet wohl der außergewöhnliche Herstellungsprozess den größten Beitrag dazu den Hendrick’s Gin zu dem zu machen was er ist. Im ersten Herstellungsprozess wird eine historische Bennet-Still-Brennblase, mit bis zu 60 prozentigem Neutralalkohol gefüllt, zu dem daraufhin die 11 Botanicals hinzugefügt werden. Die Bennet-Brennblase ist bekannt für außergewöhnlich intensive Destillate. Auch der zweite Kessel, die Carter-Head-Brennblase wird mit Neutralalkohol gefüllt. Allerdings werden in diesem Fall die Botanicals nicht direkt in den Alkohol gegeben, sondern indirekt über den Kupferkessel gehängt.

Diese Art der Destillation wird in Fachkreisen als Vapour-Infusion bezeichnet und sorgt dafür, dass der Hendrick’s zur Sorte der Distilled Gins (destillierte Gins) gehört. Abschließend werden beide Destillate zusammengeführt und ergänzen sich zu einem unvergleichlichen Gin, der in seiner mehr als 20-jährigen Geschichte die Gin-Welt geschieden hat.

Tasting

So schön sich die Entstehungsgeschichte des Hendrick’s Gins im Rosengarten mit Gurkensandwhich und Gin Tonic auch liest – was ist davon nun im Gin zu finden?

Ein erster Blick ins Glas offenbart beim Schwenken einen trägen, nahezu öligen Gin. Der sich fast zäh seinen Weg zum Glasboden sucht.

Nosing

Zunächst zeigen sich kräftigen Aromen von Zitrone und Koriander, welche sich in einen blumigen Duft nach bulgarischen Rosenblüten einreihen. Gurke und Wacholder weichen in der Nase erst einmal hinter einem süßen Duft nach Kräutern zurück. Der Hendrick’s Gin ist zwar für seine dezenten Wacholderaromen bekannt, dennoch kann der ein oder andere den Duft von Wacholderbeeren in der Nase vermissen.

Geschmack

Pur

Doch spätestens im Geschmack entfaltet der Hendrick’s Gin neben erfrischenden Zitrusnoten auch einen klaren, wenngleich dezenten Wacholdercharakter. Die Essenzen von Gurke und Rosenblüten treten nach und nach immer deutlicher neben Zitrus und Wacholder. Schließlich werden sie deutlich von Koriander- und Pfefferaromen begleitet.

Im Gin Tonic

Der Hendrick’s funktioniert zusammen mit einem Tonic richtig gut – allerdings sollte das Tonic Water mit bedacht gewählt werden. Eher zart und zurückhaltend sollte es sein, sodass die außergewöhnliche Komposition von Gurken und Rosen nicht überdeckt wird.

Story hinter der Marke / Destillerie

Dass man in Schottland nicht nur etwas vom Handwerk des Whisky-Brennens versteht, hat man bei William Grant & Sons bewiesen. Die langjährige Erfahrung in der Herstellung feinster Spirituosen findet im Gin ihren Höhepunkt. Dass das Unternehmen noch immer in Familienhand ist, schlägt sich sowohl im Flaschendesign als auch im außergewöhnlichen Geschmack nieder.

Die Geschichte des Hendrick’s Gins began im Jahr 1999, auch wenn das Label mit dem Aufdruck “Est 1886” etwas anderes vermuten lässt. Ein Blick auf die Herkunft des Gins gibt Aufschluss. Mit der Gründungsidee im Jahr 1886 drehte sich in der William Grant & Sons Destillerie im schottischen Dufftown fast ein Jahrhundert lang als um hochwertigen Whisky. Mit der Destillation des Gins haben die Schotten eine neue Königsdisziplin für sich entdeckt.

Fazit zum Hendrick’s Gin

Auch wenn sich die Geister der Gin-Welt bei Hendrick’s Gin scheiden – für uns ist der Hendrick’s Gin zu einem Must-have im Barschrank geworden. Nicht umsonst hat der extravagante Schotte in seiner mehr als 20-jährigen Geschichte einige Preise abgeräumt. Beim Hendrick’s gilt: Probieren geht über studieren – der Hendrick’s weiß zu überraschen!

Halten wir fest: Im Hause William Grant & Sons kennt man sich mit hochwertigen Spirituosen aus. Nach einer langen Whisky-Tradition zeigen sich die Stärken nunmehr auch im hier vorgestellten klassischen Hendrick’s Gin. Hier noch ein Geheimtipp: Mit dem Orbium Gin stellt das Familienunternehmen einen bis dato weniger bekannten, aber nicht weniger geschmackvollen Gin bereit, der zu einem gemütlichen Gin Tasting einlädt.

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